Monatsarchiv: März 2021

Spannung auf einer irischen Insel

Eine abgelegene Insel vor der wilden Küste Irlands: An einem Sommertag versammeln sich Familie und alte Freunde, um die Hochzeit von Julia und Will zu feiern. Alles ist bis ins kleinste Detail geplant, es soll ein rauschendes Fest werden – doch der Wind dreht, und ein heftiger Sturm schneidet die Insel von der Außenwelt ab. Bald macht das Gerücht die Runde, dass dieser Ort ein schreckliches Geheimnis verbirgt. Und auch unter den Gästen dringen immer unaufhaltsamer alte Feindseligkeiten und lang begrabene Geheimnisse ans Licht. Dann wird einer der Feiernden tot draußen im Moor gefunden. Und die Situation auf der Insel eskaliert …

„Sommernacht“ ist Lucy Foley’s zweiter Thriller und nachdem ich letzten Monat „Neuschnee“ gelesen habe, war ich schon sehr gespannt darauf! Ich habe „Sommernacht“ gleich verschlungen und wurde nicht enttäuscht!

Die Autorin baut die Spannung langsam auf. Dadurch, dass es mehrere Perspektiven gibt, fühlte ich mit den Charakteren und lernte sie ziemlich schnell kennen. Durch diese Bindung, wollte ich auch unbedingt wissen, wie es weitergeht und was mit meinen Lieblingscharakteren passiert. Natürlich gibt es auch einige Charaktere, die ich nicht so gern hatte, aber bei welchen ich trotzdem wissen wollte, ob sie etwas mit der Tat zu tun haben, oder ob sie vielleicht ermordet werden. Bis zum Schluss habe ich geraten, wie das Buch endet, und wurde dennoch überrascht.

Die beiden Thriller der Autorin ähneln sich stark. Wie im letzten Buch auch, gibt es eine begrenzte Anzahl von Gästen an einem abgeschiedenen Ort. Die Story wird auch in „Sommernacht“ aus mehreren Perspektiven erzählt und zwischendurch vom Tag danach. Lucy Foley hat auch hier wieder starke weibliche Charaktere und beschreibt sie sehr lebendig. Ich kann dennoch jedem empfehlen beide Bücher zu lesen, da sie unterschiedlich genug sind, um eine Spannung aufzubauen. Als Leserin merkte ich, wie die Autorin gewachsen ist und ihre Kunst verfeinert hat.

Fazit: Das Buch ist spannend aufgebaut und ließ mich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich kann es Thriller-Fans nur ans Herz legen.

„Sommernacht“ von Lucy Foley ist am 1. März 2021 beim PenguinVerlag erschienen.

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Mutterliebe im London des 18. Jahrhunderts

London 1754: Die junge Bess Bright, die in bitterer Armut, im Schlamm und Dreck des Londoner Hafens aufgewachsen ist, findet sich von einem Moment zum anderen in einem Alptraum wieder. Vor sechs Jahren musste sie ihre gerade zur Welt gekommene Tochter Clara ins Waisenhaus geben, außerstande, sie zu ernähren. Jetzt, da sie Clara endlich zu sich holen kann, sagt man Bess, dass ihre Tochter schon längst abgeholt wurde. Aber von wem? Im Kampf um Clara muss Bess die gesellschaftlichen Schranken ihrer Zeit überwinden … um durch Stärke und Liebe schließlich zu sich selbst zu finden.

Das wunderschöne Cover fällt natürlich sofort auf! Selbst wenn ich nicht vor kurzem „The Familiars“ (leider noch nicht auf Deutsch erschienen) von Stacey Halls gelesen hätte, hätte ich wahrscheinlich zu diesem Buch gegriffen.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich angenehm und versetzte mich gleich ins London des 18. Jahrhunderts. Da das Buch zwei verschiedene Perspektiven geteilt ist, fühlt man auf eine Art mit jeder der beiden Protagonistinnen mit und erfährt mehr über ihre Hintergründe. Stacey Halls romantisiert diese Zeit auch nicht, sodass das Leben der Krabbenverkäuferin Bess nicht immer schön ist, aber dafür umso realistischer. Besonders ins Rampenlicht rückt dabei die Rolle der Frauen in dieser Zeit, was sehr interessant war.

Die Story ist in gewisser Weise spannend, da man als Leser natürlich wissen will, was mit Bess‘ Tochter Clara passiert ist. Aber man will auch mehr über das Leben von Bess erfahren und wie es mit ihr weitergeht. Dies war einer der vielen Gründe, warum ich immer wieder gerne das Buch aufschlagen und weiterlesen wollte. Zu den anderen Gründen gehören, noch immer, das fantastisch gelungene Cover und der fließende Schreibstil.

Auch die Nebencharaktere sind gut gelungen und lebhaft dargestellt. Ich habe als Leser manche Charaktere wirklich gern gehabt und mich gefreut, wenn sie wieder aufgetaucht sind. Natürlich gibt es auch Charaktere, die ich nicht so gerne hatte und sogar am Schluss gehasst habe. Aber auch dieser Aspekt hat mich das Buch lieben lassen und die Geschichte umso besser gemacht.

„Die Verlorenen“ ist ein wunderschöner historischer Roman, bei dem man mit den Charakteren mitfiebert und sich in eine andere Zeit versetzten lässt. Ich freue mich auf mehr von Stacey Halls.

„Die Verlorenen“ von Stacey Halls ist am 1. März 2021 beim Piper Verlag erschienen.

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