Dunkle Stunden mit Hulda

Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, soll frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf sich einen letzten Fall, einen cold case, aussuchen – und sie weiß sofort, für welchen sie sich entscheidet. Der Tod einer jungen Frau wirft während der Ermittlungen düstere Rätsel auf, und die Zeit, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen, rennt. Eine Wahrheit, für die Hulda ihr eigenes Leben riskiert …

Es ist schon etwas her, dass ich ein Buch von dieser Länge an einem Tag gelesen habe, aber „Dunkel“ war es wert! Das Buch ist ein nordischer Thriller, daher bin ich es schon von anderen gewohnt, dass zwar nicht allzu viel wirklich passiert, aber man als Leser doch so gepackt wird und wissen will wie es weitergeht.  

Hulda ist eine einsame Kommissarin die noch einen letzten Fall lösen will und sich regelrecht daran klammert, da sie nicht in Pension gehen will. Sie kommt sympathisch rüber und ich verstand ihre Taten oft sehr gut, da der Autor sie so gut dargestellt hat. Ich habe mir dann auch schon so sehr gewünscht, dass sie doch noch die Anerkennung erfährt, die ihr zusteht aber ich habe auch manchmal an ihr gezweifelt, was wahrscheinlich vom Autor gewollte war. Diese Gefühle haben mich auch dazu veranlasst, das Buch nicht aus der Hand zu legen. Der Schreibstil und die, doch eher kurz gehaltenen Kapitel, taten ihr Übriges (da ich immer zu mir sagen konnte „Naja, ein Kapitel geht schon noch“ und schon war ich am Schluss und da konnte ich dann sowieso nicht mehr aufhören).

Island war mir als Leser neu und ich war auch noch nie dort, daher fand ich die Karte der Schauplätze am Anfang interessant und konnte mir dann mehr vorstellen. Das Cover ist auch gut gelungen und das Buch liegt gut in der Hand.

Ich kann den Thriller wärmstens empfehlen und bin schon sehr gespannt auf Teil zwei!

„Dunkel“ von Ragnar Jónasson ist am 25. Mai 2020 im btb Verlag erschienen.

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Schildkröte, Senioren-WG und Mordfälle – wer kann da wiederstehen

„Eigentlich hat Agnes Sharp mit der Hüfte, dem Treppenlift und den Bewohnern ihrer umtriebigen Senioren-WG genug zu tun. Und dann ist da auch noch die Tote im Schuppen. Und die Tote im Nachbarsgarten. Ganz klar: das englische Idyll trügt, und ein perfider Mörder hat es auf alte Damen abgesehen! Kurzentschlossen machen sich die streitbaren Senioren samt Schildkröte auf Mörderjagd – eine Suche, die sie nicht nur auf das trügerische Parkett des örtlichen Kaffeetreffs führt, sondern auch in den dubiosen Lindenhof und schließlich tief in die eigene Vergangenheit. Denn auch Agnes und ihre Mitbewohner haben das eine oder andere Geheimnis zu hüten …“

Ich mag Leonie Swann’s Bücher seitdem ich mit Begeisterung die Schafkrimis „Glennkill“ und „Garou“ gelesen hatte (welche auch sehr zu empfehlen sind). Als ich im Klappentext zu „Mord in Sunset Hall“ dann auch noch bemerkt habe, dass eines meiner Lieblingstiere, Schildkröte, darin vorkommt, musste ich das Buch einfach lesen.

Die Charaktere in der Senioren-WG sind sehr amüsant gemacht und auch realitätsnah. Sie wachsen dem Leser sofort ans Herz und man fiebert mit ihnen das Rätsel zu lösen. Die liebenswerten Senioren haben aber auch ihre Geheimnisse und manchmal weiß man als Leser, oder auch mitunter die Charaktere selbst, nicht ob man ihnen trauen soll.

Das Buch hat einen gewissen Humor und bringt den Leser zwischendurch zum Schmunzeln, was die ganze Geschichte auflockert und sympathischer macht. Der Krimi und die Geheimnisse sind spannend erzählt und es gibt so manche Überraschungen. Das Buch rückt auch die „Wehwehchen“ des Alters in den Vordergrund und wie man sich seinen Lebensabend vorstellt. Dies regt auch zum Nachdenken an und rückt ein Thema in den Vordergrund, worüber viele, besonders jüngere Menschen, nicht viel nachdenken.

Fazit: Spannung gepaart mit liebenswerten Charakteren und etwas Humor – wer kann da wiederstehen?

„Mord in Sunset Hall“ von Leonie Swann ist am 25. Mai 2020 im Goldmann Verlag (Verlagsgruppe RandomHouse) erschienen.

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So glaubhaft, es könnte Wirklichkeit sein

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„Der von schwerer Krankheit gezeichnete Pharmaunternehmer Frank Linden will auspacken. Er heuert einen Journalisten an, der hochbrisante Informationen über Lindens Unternehmen veröffentlichen soll. Doch bei der Übergabe des Materials werden beide erschossen. Michael Sander, der mit dem Journalisten befreundet war, ermittelt auf eigene Faust. Er schafft es, in den Besitz des Geheimmaterials zu gelangen. Parallel wird Kommissarin Lene Jensen auf den Fall angesetzt und recherchiert im privaten Umfeld des Pharmaunternehmers. Sie stößt auf eine Spur, die in einen ungeheuerlichen Verdacht mündet. Unterdessen ist Michael Sander in tödliche Gefahr geraten.“

Ich habe mir diesen Thriller ausgesucht, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Ich bin erst später draufgekommen, dass es sich um den bereits fünften Teil in der Reihe handelt. Da ich aber schon so neugierig war, habe ich trotzdem zu lesen begonnen und konnte gar nicht mehr aufhören. Beim Lesen bekommt man dieses typische nordische-Thriller-feeling, da sich die Spannung langsam aufbaut, aber nie ein Kapitel dabei ist was auch nur im Entferntesten langweilig wäre.

Die Charaktere sind alle sehr glaubhaft und lebensnah beschrieben. Durch die genaue Erzählstruktur hat man als Leser pures Kopf-Kino. Michael Sander scheint ein sehr komplexer Charakter zu sein, der aber auch sehr liebenswert ist und im Grunde das richtige tut (wenn auch manchmal mit etwas fraglichen Methoden). Seine Frau, Lene Jensen, rückt für mich manchmal etwas zu sehr in den Hintergrund und wird, meiner Meinung nach, mitunter ungerecht dargestellt.

Die Geschichte rund um den Pharmakonzern ist wirklich glaubhaft erzählt und packt einen sofort. Ich denke, dass es dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut, wenn man die bisherigen  Bücher nicht kennt. Aber es ist sicherlich hilfreich, wenn man an manchen Stellen, besonders wenn auf vergangene Fälle verwiesen wird, die Hintergründe kennt. Ich werde auf jeden Fall die anderen Bücher der Reihe noch nachlesen und freue mich schon darauf!

Fazit: Spannender Thriller der sehr gut erzählt ist und Lust auf mehr macht!

„Sühne“ (im dänischen Original: „Ghostwriter“),  von Steffen Jacobsen ist am 30. März 2020 im Heyne-Verlag (Verlagsgruppe RandomHouse) erschienen.

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Für Buchliebhaber: Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep

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„Schon sein ganzes Leben lang hat der ebenso liebenswerte wie chaotische Literaturdozent Charley Sutherland versucht, seine einzigartige Begabung vor der Welt zu verbergen: Er kann Figuren aus Büchern zum Leben erwecken! Das ist toll, wenn es sich dabei um Pu den Bären handelt, und kompliziert, wenn plötzlich der Hund der Baskervilles in deinem Vorgarten sitzt. Nur Charleys Bruder Rob weiß von seiner Gabe. Deshalb läuten bei dem etwas biederen Anwalt auch sämtliche Alarmglocken, als er eines Nachts einen Anruf von Charley erhält und dieser ihm gesteht, er habe Uriah Heep, den Schurken aus Charles Dickens’ Meisterwerk »David Copperfield«, freigelassen. Und der hat nichts Geringeres im Sinn als das Ende der Welt. Gemeinsam versuchen Charley und Rob, Uriah zurück in den Roman zu verbannen, bevor er größeres Unheil anrichten kann. Doch dabei stoßen sie auf ein dunkles Geheimnis …“

Dieses Buch hat mich genau zum richtigen Zeitpunkt erwischt! Charley’s Geschichte ist wunderschön erzählt und ist ein Traum für alle Liebhaber englischer Klassiker (und jene, die es noch werden möchten). Sicher ist es ein Pluspunkt, wenn man schon einmal ein Buch von Charles Dickens gelesen hat, aber die Autorin erzählt auch meistens etwas zu dem jeweiligen Klassiker,  sodass man auch so mitkommen würde.

Die Autorin erzählt die Geschichte von mehreren Perspektiven und somit bekommt es auch mehr Facetten und Interpretationen von verschiedenen Situationen. Dies spiegelt sich wiederrum auch in den herbeigelesenen Charakteren wieder, da alles auf verschiedenen Interpretationen von Geschichten aufbaut und somit die Charaktere zwar im Klassiker dieselben sein können, aber anders ausschauen und sich anders verhalten wenn sie herbeigelesen werden. Dieser Punkt hat mich sehr an mein Literaturstudium erinnert und ich habe dieses Buch umso mehr dafür gemocht. Auch habe ich bei manchen Stellen meine eigene Kopie des entsprechenden Klassikers rausgesucht und nochmal im Original nachgelesen oder die Zeichnungen von Alice im Wunderland nochmal genauer angeschaut.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man schließt manche sofort ins Herz. Das ist wirklich eine Mischung aus Roman und Abenteuergeschichte mit einer Prise Magie/ Fantasy. Ich war noch nie in Neuseeland und habe mich auch noch nie sehr mit den Mythen und Geschichten der Insel beschäftigt, daher konnte ich mir Wellington und manche Charaktere nicht so ganz gut vorstellen, aber das ist wirklich ein sehr kleiner Minuspunkt.

Ich finde, dass dieses Buch jeder Buchliebhaber anspricht, der auch noch ein wenig Fantasy mag. Für mich war dieses Buch einfach eine Wohltat und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen.

 

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Packender viktorianischer Roman mit The Doll Factory

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„London, 1850. Iris schuftet unter harten Bedingungen in einer Puppenmanufaktur, doch heimlich malt sie Bilder und träumt von einem Dasein als Künstlerin. Als sie für den Maler Louis Frost Modell stehen soll und von ihm unterrichtet wird, eröffnet sich ihr eine völlig neue Welt: Künstlerische Meisterschaft, persönliche Entfaltung und die Liebe zu Louis stellen ihr Leben auf den Kopf. Sie ahnt jedoch nicht, dass sie einen heimlichen Verehrer hat. Einen Verehrer, der seinen ganz eigenen, dunklen Plan verfolgt.“

The Doll Factory ist ein packender, wunderschön geschriebener, historischer Roman. Man fühlt sich als Leser sofort ins London um 1850 hineinversetzt. Die Autorin stellt die Schrecken und Ängste dieser Zeit sehr gut dar, aber vergisst auch nicht auf die Schönheit dieser Zeit. Besonders die Wunder dieser Zeit werden zur Schau gestellt, in Form der Weltausstellung im Hyde Park.

Der Schreibstil ist so gut, dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Ich habe sofort mit Iris mitgefühlt. Es war auch gut, die Perspektive von Silas zu haben, damit konnte ich ihn besser verstehen. Durch dieses Hintergrundwissen von beiden Hauptcharakteren hat es die Geschichte umso packender gemacht. Das Cover ist wunderschön gestaltet, aber das bin ich schon von den meisten Büchern dieses Verlags gewohnt. Die Geschichte hat viele Aspekte. Charaktere wollen ihre Umstände verbessern, manche wollen Liebe finden und vor allem wollen sie sich in ihrer Kunst ausleben.

Ich kann das Buch jedem, der viktorianische „gothic“ Romane mag empfehlen. Die Autorin fängt die Umgebung wie auch die Stimmung sehr gut ein und reißt den Leser von den ersten paar Seiten mit.

 

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Der Sturm und seine Folgen

 

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„Vardø, Norwegen am Weihnachtsabend 1617. Maren sieht einen plötzlichen, heftigen Sturm über dem Meer aufziehen. Vierzig Fischer, darunter ihr Vater und Bruder, zerschellen an den Felsen. Alle Männer der Insel sind ausgelöscht – und die Frauen von Vardø bleiben allein zurück.“

Die Geschichte baut sich von dem Sturm am Weihnachtsabend 1617 auf und beschreibt sehr detailliert das Leben von Maren, die ihr ganzes Leben in Vardo verbracht hat, und Ursa, die mit dem Hexenjäger Absalom Cornet verheiratet wird und neu auf die Insel einige Zeit nach dem Sturm kommt.

Da ich schon viel über dieses Buch von diversen englischen Youtuber und Instagrammer gehört habe, war ich schon sehr gespannt drauf. Meiner Meinung nach, ist das Cover der englischen Version schöner gestaltet, aber unter dem Einband der deutschen Version findet sich auch eine schöne Gestaltung.

Da die Autorin alles sehr detailliert beschreibt und man durch den flüssigen Schreibstil sofort mit den beiden Hauptcharakteren mitfiebert, gibt es auch einige Punkte die manchmal, besonders als Frau, schwer zu verdauen sind und sehr bedrückend sind. Dies ist aber auch eine gute Reflexion dieser Zeit, da  ich nicht denke, dass im 17. Jahrhundert die Welt sehr feministisch war und alles eitle Wonne. Die Handlung ist gut nahvollziehbar und man will als Leser wirklich wissen, was mit den Hauptcharakteren, aber auch mit den Dorfbewohnern, weiter passiert.

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, da es mir sehr gut gefallen hat. Es ist ein gut recherchierter historischer Roman, der, meiner Meinung nach, die Wirklichkeit dieser Zeit gut wiederspiegelt aber trotzdem auch Hoffnung gibt.

 

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Liebe Mich, töte mich (aber irgendwie auch: langeweile mich)

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Das Cover hat mich wirklich als erstes an diesem Buch angesprochen, da es für mich den Anschein einer düsteren/ Thriller-Liebesgeschichte hatte. Der Titel hat passt auch gut dazu und dieser Thriller ist wirklich eine Liebesgeschichte über Abhängigkeit und wozu einem die Liebe treibt.

Der Leser bekommt Einblick in den Fall von verschiedene Perspektiven, Geo und Detective Kaiser Brody. Man erfährt genug um sich in die Charaktere hineinfühlen zu können, aber auch nicht zu viel damit einige Fragen bis zum Schluss offen bleiben. Der Schreibstil ist flüssig und der generelle Aufbau ist gelungen.

Der Ansatz hat mir sehr gut gefallen, leider hat sich alles ab einem Zeitpunkt einfach nur wiederholt und ich wollte auf den letzten 100 Seiten nur noch, dass es endlich zum Schluss kommt. Ich denke, dass die Autorin sicher die Story langsam aufbauen wollte und immer nur Kleinigkeiten preisgibt, aber für mich wurde es ab der Hälfte etwas langweilig und ich konnte mir schon denken wie es ausgeht. Es kann sein, das sich mein letztes gelesenes Buch, ein spannender Thriller der etwas mehr Tempo hatte, sich auf mein Leseerlebnis ausgewirkt hat.

Wie gesagt, den Plot finde ich nicht schlecht und ich hätte das Buch nicht zu Ende gelesen, wenn ich nicht wissen wollte, wie es schlussendlich ausgeht. Ich denke, dass ich es Lesern empfehlen würde, die gerne viel Hintergrundgeschichte zu den Charakteren lesen und einen langsamen Thriller schätzen.

 

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In den Wäldern kann alles passieren

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Klappentext: „Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte …“

Die Wälder ist einer der Thriller, den ich nicht aus der Hand legen wollte und in ein paar Stunden gelesen habe. Die Autorin hat durch ihre Erzähltechnik die Spannung bis zum Schluss aufrechterhalten, obwohl ich zwischendurch einen Plot-Twist für unnötig gehalten habe.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man ist sofort als Leser mit ihnen im Dorf und bekommt ein flaues Gefühl im Magen, wenn man nur an die Wälder denkt. Der Gegenspieler wird als sehr gemein und böse dargestellt und man weiß sofort, dass man sich mit ihm sicher nicht anlegen will und er etwas mit dem Verschwinden der Schwester zu tun hat. Dies verrät dem Leser leider schon sehr viel und die kleinen Plot-Twists konnten es nur ein wenig retten. Dafür waren die anderen Charaktere interessant dargestellt und die Flashbacks sind gelungen.

Ich konnte auf jeden Fall nicht aufhören zu lesen und war gut unterhalten. Die Spannung ist auf jeden Fall da. Der flüssige Erzählstil tut sein Übriges. Eindeutig empfehlenswert!

 

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Eiskalter Mörder im verschneiten Hotel

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Das Setup der Geschichte ist eines der Horrorszenerien für viele. Eine Handvoll Gäste eingeschneit in einem Hotel und jeder von ihnen könnte ein Mörder sein. Verdächtige gibt es viele, aber wirklich sicher war ich mir bis zum Schluss nicht.

Die Autorin beschreibt die einzelnen Charaktere sehr gut und führt den Leser langsam an die Ereignisse heran. Man erlebt als Leser alle Sichtweisen und kann sich alles gut vorstellen und die Bewegründe verstehen. Am Anfang ist dies etwas überwältigend, da es doch so einige Charaktere sind, aber im Laufe der Geschichte  kommt man gut mit und erkennt sogar kleinere Rollen schnell wieder.

Die Spannung wird gut aufrechterhalten, da, selbst wenn sich ein Mysterium gelöst hat, sich ein anderes auftut. Die Story erinnert stark an Agatha Christie, Poirot wird sogar in der Geschichte erwähnt. Daher kann ich das Buch jedem Christie-Fan und Hobby-Detektiv ans Herz legen. Mir hat’s auf jeden Fall sehr gut gefallen, da das Buch auch nicht zu lang ist.

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Poirot als Kriegsheld mit Zügen von Sherlock Holmes

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„London, 1924. Nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs liegt über den Straßen der Metropole Aufbruchsstimmung. Wissenschaft, Frieden und Wirtschatsaufschwung scheinen wieder möglich zu sein. Doch in den finsteren Gassen Londons regiert nach wie vor das Verbrechen – und der Schrecken der immer noch traumatisierten Soldaten. Als Eric Peterkin, seines Zeichens Gentleman und Kriminallektor, an einem nebligen Morgen die heiligen Hallen des ehrwürdigen Britannia Clubs betritt, ahnt er nicht, dass er bald in einen handfesten Mord aus Fleisch und Blut verwickelt sein wird. Ein Clubmitglied wird erstochen und flüstert Peterkin ein letztes Vermächtnis ins Ohr: „Rächen Sie die Vergangenheit!“ Peterkin macht sich auf in die nebligen Gassen Londons und kommt einem Verbrechen auf die Spur, das von finsteren Opiumhöhlen zu den eleganten Zimmern hoher Politiker führt …“

Christopher Huang beschreibt am Anfang die Umgebung sehr detailliert und schafft somit eine Grundlage damit sich der Leser, von der Umgebung bis hin zu den Charakteren, alles sehr genau vorstellen kann. Dies ist für mich eindeutig ein Pluspunkt, da ich mir gerne alles vorstelle und der Kopf-Kino-Effekt beim Lesen eine große Rolle für mich spielt. Die Charaktere sind zwar sehr ausführlich beschrieben und man denkt als Leser, dass man sie mit der Zeit gut kennt, aber der Autor versteht es am Schluss doch noch für einen Überraschungseffekt zu sorgen. Peterkin, der Hauptcharakter, kam mir am Ende doch sehr wie Poirot vor (wenn auch nur von seiner Abschlussdemonstration).

Die Umgebung und die Beschreibung des London von 1924 haben mich sehr an Sherlock Holmes erinnert. Dadurch, dass dieser Roman mich an einige bekannte Literaturcharaktere, die ich sehr schätze, erinnert, war es für mich eine echte Freude jedes Mal weiterzulesen. Der Umgang mit den Kriegsheimkehrern und was mit ihnen im 1. Weltkrieg passiert ist, wird sehr authentisch beschrieben und passt gut dazu.  Obwohl dieses Buch als Roman beworben wird, finde ich, dass er doch etwas mehr Spannung an manchen Stellen vertragen hätte.

Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen und kann dieses Buch jedem Hobby-Schnüffler und Agatha Christie-Fan ans Herz legen.

 

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